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Ludwigsburg: viel Geld aus Berlin für Elektromobilität

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 01.12.2018

Stadt- und Landkreisverwaltung haben über ihren CDU-Bundestagsabgeordneten Steffen Bilger gute Kontakte zum Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Bilger ist Staatssekretär von Scheuer, und das macht sich offensichtlich bezahlt: Laut Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur erhält Ludwigsburg eine Förderung für 122 Elektrofahrzeuge und 35 Ladestationen. In Berlin wurde aber auch an den Landkreis gedacht, der für 20 E-Fahrzeuge nebst ebenso vielen Ladeeinrichtungen einen Zuschuss aus der „Förderrichtlinie Elektromobilität“ bekommt. Beträge werden nicht genannt. Aus der Bescheidübergabe ist aber ersichtlich, dass keine andere Stadt und kein anderer Landkreis in Deutschland so viele Fahrzeuge bezuschusst bekommen wie Ludwigsburg. Auf Platz zwei der Förderliste aus dem Bundesverkehrsministerium folgt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit 45 Fahrzeugen. Der Landkreis Fulda bekommt als zweiter Landkreis auf der Liste fünf Fahrzeuge bezuschusst.

Nur 29 Autos für Stuttgart

Stuttgart mit seinem CO2-Problem am Neckartor bekommt für 29 Fahrzeuge und ebenso viele Ladestationen Geld aus Berlin. In der Region Stuttgart bekommen darüber hinaus noch Leonberg 20 E-Fahrzeuge und 20 Ladestationen sowie Esslingen drei Fahrzeuge und zwei Ladestationen gefördert. Für Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec, der im kommenden Jahr wiedergewählt werden möchte und die Bekämpfung des Klimawandels in der Stadt mit seinem Namen verbunden hat, ist Bilger offensichtlich ein Segen: Der 39-Jährige ist neben seinem Mandat in Berlin Chef der CDU-Nordwürttemberg. Die hat jüngst auf seinen Vorstoß hin den Antrag gestellt, die Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) überprüfen zu lassen. Ein Schritt, der von Spec begrüßt wird. Die DUH hat angekündigt, dass ein Verfahren, das sich gegen Ludwigsburg richtet, demnächst wohl eröffnet wird und ein Urteil 2019 zu erwarten sei (die BZ berichtete). Gegenüber dem Handelsblatt sagte Bilger, Ludwigsburg habe alles getan, um die Luftreinhalteziele einzuhalten, sei Modellkommune für Elektromobilität und komme sehr gut voran damit. „Trotzdem wird die Stadt von der DUH verklagt.“ Er finde das Vorgehen der DUH „völlig daneben“. Das Problem jedoch ist, dass seit einigen Monaten die CO2– und Feinstaubkonzentrationen wieder etwas ansteigen. Ludwigsburgs Rathauschef führt das auf die anhaltende Trockenheit zurück.

Konservator Felix Muhlen hält eine Skulptur, die Greifen genannt wird. Sie gehören zum Residenzschloss Ludwigsburg. Foto: Uwe Roth

Schloss Ludwigsburg: Verborgene Skizzen des Hofarchitekten

Südwest Presse, Uwe Roth, 21.11.2018

Einige Prachträume im nördlichen Teil des Ludwigsburger Residenzschlosses sind derzeit ungewohnt unaufgeräumt. Möbel fehlen. Wände sind kahl, manche sogar ohne Putz. Auch Backsteine sind sichtbar. Der Grund: Noch bis März 2020 wird das Neue Corps de Logis, Privaträume des Königs, restauriert. Es ist wohl die erste gründliche Renovierung nach über 200 Jahren. Das große Möbelrücken bringt nicht nur Staub, sondern auch Überraschungen zum Vorschein, die im jetzigen Zustand vor allem Restauratoren begeistern.

Unscheinbares Brett

Am jüngsten Fund im Audienzzimmer des Königs, über den die Schlossverwaltung am Dienstag die Medien informierte, gehen Schlossbesucher achtlos vorbei: Auf einem schmalen, in der Wand verankerten Holzbrett sind kaum erkennbare Bleistiftzeichnungen zu sehen.

Oberkonservatorin Patricia Peschel und Restaurator Felix Muhle identifizierten die Skizzen nach näherer Betrachtung als schnelle Entwürfe zweier repräsentativer Beistelltische. Die beiden Experten sind vor allem aber begeistert, weil wohl Nikolaus Friedrich von Thouret diese Zeichnungen angefertigt hat. Der geborene Ludwigsburger war ein berühmter Architekt und Maler seiner Zeit, der nach 1800 an der Innengestaltung des Neuen Schlosses in Stuttgart beteiligt war und dafür die Entwürfe machte. Handwerker hatten damals das Brett nicht weggeworfen, sondern es offenbar in Ludwigsburg weiterverwendet, um einen prachtvollen Konsoltisch an der Wand zu befestigen.

Greifen tragen die Tischplatte

Wegen der Renovierung ist der Tisch entfernt worden. So kamen die Skizzen nach über zwei Jahrhunderten zum Vorschein. Die schweren Wandtische mussten gereinigt werden, berichtet Restauratorin Liliane Keller, die diese Aufgabe übernommen hat. Es ist eine Großreinigung mit Wattestäbchen und etwas Benzin geworden. Damit hat sie in Kleinarbeit die Platten von der Schmutzschicht befreit. Während die hintere Tischkante an der Wand befestigt war, wurde die vordere von drei Figuren, sogenannten Greifen, getragen. Es sind Fabeltiere, eine Kreuzung von Greifvogel und Löwe. Ihre schwarze Oberfläche ist so sensibel, dass selbst Wattestäbchen Schaden angerichtet hätten, sagt Kurator Muhle. Die Figuren wurden mit Lasertechnik berührungsfrei soweit wie nötig von der Patina befreit.

Klimawandel: Blühendes Barock wird mediterraner

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 24.10.2019

Die anhaltende Hitze ist für die am 4. November zu Ende gehende Saison des Bühenden Barocks (Blüba) „Fluch- und Segen zugleich“ gewesen. So bilanziert der Direktor des Blüba, Volker Kugel, die vergangenen Monate. Diese seien durch einige Extreme geprägt gewesen. An den besonders heißen Tagen mit Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius seien weniger Besucher als gewöhnlich gekommen. Dafür sei der Zulauf wegen des anhaltenden Sommerwetters mit milderen Temperaturen bis in den Oktober hinein ungewöhnlich hoch geblieben.

Unterm Strich zeigt sich der Blüba-Chef mit der Saison 2018 sehr zufrieden: Während des Vorverkaufs im März waren rund 38 000 Dauerkarten verkauft worden. Bis Mitte Oktober sind nach seinen Angaben weitere rund 6000 Karten hinzugekommen. Nach seiner Einschätzung wird dieser Verkaufsrekord jedoch kaum noch zu steigern sein. „Der Zenit ist wohl erreicht“, so Kugel.

600000 Tageskarten

Wie häufig die etwa 44 000 Dauerkartenbesitzer das Blüba besucht haben, wird statistisch nicht erfasst. Wiederum gesichert ist, dass es laut den Blüba-Zahlen mit etwa 600 000 verkauften Tageskarten einen Rekord gegeben hat. Im vergangenen Jahr waren 30 000 Einmaltickets weniger verkauft worden. Mit 240 000 Karten hat sich erneut die Kürbisausstellung als ein starker Besuchermagnet erwiesen. Sie endet am 1. Novemberwochenende mit dem traditionellen Kürbisschlachtfest.

Auch ansonsten ist die Blüba-GmbH mit dem Interesse an ihren zahlreichen Veranstaltungen zufrieden. So waren während des Straßenmusikfestival-Wochenendes 28 000 Tagesgäste gezählt worden.  Als der Circus Roncalli drei Wochen im Juli und August im Südgarten gastierte, litten nicht allein die Zirkuskünstler unter der Tropenhitze, sondern auch die Besucherzahlen. Im Vorfeld haben die Betreiber mit mehr Zirkusgästen als vor zwei Jahren in Ludwigsburg gerechnet. Gekommen seien dann etwa so viele wie 2016. Dass Roncalli in zwei Jahren erneut kommt, gilt als weitgehend gesichert. Laut Kugel gibt es bereits eine Absichtserklärung.

„Der Klimawandel ist spürbar“

Blüba-Chef Volker kugel

Obwohl es seit April nach den Blüba-Aufzeichnungen lediglich ein Viertel der üblichen Menge geregnet hat, habe die Trockenheit zu weniger Problemen geführt als erwartet: „Wir haben erstaunlich wenig zusätzliches Wasser benötigt“, sagt der Direktor. Die Ausgaben fürs Wasser seien von 30 000 auf 50 000 Euro gestiegen. Einige Rasenflächen seien allerdings nicht bewässert worden. Andernfalls wären die Wasserkosten auf bis zu 150 000 Euro angestiegen. In den nächsten Jahren werden in den Beeten des Blühenden Barock automatische Bewässerungsanlagen installiert, die nachts in Betrieb gehen, wenn die Erde Wasser am besten aufnehmen kann. „Der Klimawandel ist spürbar“, erläutert Kugel. Zug um Zug würden hitzeempfindliche Pflanzen und die mit hohem Wasserbedarf durch Trockenpflanzungen ersetzt. Das Blühende Barock werde mediterraner.

Vorbereitungen für 2019 laufen bereits

Nach der Saison ist vor der Saison. Die Blüba-Macher stecken bereits in den Vorbereitungen für 2019. Zumal im nächsten Jahr zwei Jubiläen anstehen: So wird der Märchengarten 60 und die Kürbisausstellung 30 Jahre alt. Mit der Filmakademie wird derzeit ein Hightech-Spiel entwickelt. So werden die Motive des Sandkunst-Festivals und der Kürbisausstellung Märchen und Fantasiefiguren sein. Am 22. März wird die nächste Saison eröffnet.

Fahrerflucht: Lackspuren und Glassplitter führen zum Täter

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 16.10.2018

Beinahe täglich findet man sie in den Polizeimeldungen: Verkehrsunfälle mit anschließender Fahrerflucht. Manchmal kommen sie geballt wie etwa am letzten September-Wochenende. Zuerst meldete sich in Remseck der Fahrer eines geparkten Daimlers, der vom Wagen eines Fahrerflüchtigen beschädigt worden war. Kaum später brachte in Schwieberdingen ein Fahrzeugbesitzer einen beschädigten Außenspiegel zur Anzeige, der offensichtlich von einem vorbeifahrenden Auto demoliert wurde. Verursacher unbekannt.

Ähnliches passierte kurz darauf in Asperg. Schaden immerhin 2500 Euro. Am Sonntagnachmittag schließlich verkratzte in Bietigheim in der Berliner Straße ein Unbekannter beim Ausparken ein Fahrzeug, an dem ein Schaden von 1000 Euro entstand. Fahrer­flüchtige machen der Polizei eine Menge Arbeit. Und die Delikte mehren sich.

Fahrerflucht führt immer zur Anzeige

Pressesprecherin Tatjana Wimmer vom Polizeipräsidium Ludwigsburg nennt Zahlen: „Im ersten Halbjahr 2018 ereigneten sich im Landkreis Ludwigsburg 1966 Verkehrsunfälle, bei denen sich der Unfallverursacher unerlaubt von der Unfallstelle entfernte.“ In den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren nach ihren Angaben 1829 Unfälle dieser Art registriert worden – also rund 140 Fälle weniger. „Ein vergleichbarer Anstieg war bereits im Jahr 2016 zu beobachten“, so Wimmer. Die Polizei könne Bagatellfälle trotz Häufung nicht ignorieren und müsse für jede Anzeige eine Akte anlegen, selbst wenn ein kleiner Kratzer gemeldet werde.

„Es handelt sich um eine Straftat, wenn sich nach einem Verkehrsunfall der Verursacher unerlaubt entfernt“, erläutert die Sprecherin. Deswegen müsse die Polizei „gemäß des Legalitätsprinzips“ ein Ermittlungsverfahren eröffnen. „Es gibt da keinen Spielraum und insofern keine Schadensgrenze.“

„Jeder Unfall hinterlässt Spuren“

Polizeisprecherin Tatjana Wimmer

Fahrerflüchtige zu finden, ähnele oftmals einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Doch: „Jeder Unfall hinterlässt Spuren“, stellt die Polizeibeamtin fest. Sie meint Spuren an den Fahrzeugen, an möglicherweise betroffenen Personen und auf oder neben der Fahrbahn. Dabei könne es sich um die Beschädigung am Fahrzeug selbst handeln, die Hinweis liefere, auch wie der Unfall sich zugetragen haben könnte. Gleiches gelte für Schäden und Unfallspuren im Bereich der Fahrbahn oder im schlimmsten Fall bei verletzten Personen. „Mit Blick auf die Suche nach dem Verursacherfahrzeug sind vor allem Lackspuren, Kunststoff- oder Glasteile relevant“, erläutert Wimmer weiter.

Kooperation mit Fachwerkstätten

Über eine gesicherte Lackspur könne unter bestimmten Voraussetzungen ein Fahrzeugtyp und ein Zeitraum zum Baujahr zugeordnet werden. „Damit eröffnen sich weitere Ermittlungsschritte.“ Gleiches gelte für Kunststoff- und Glassplitter. „Wir stehen hier in Kontakt mit Fachwerkstätten“, berichtet sie aus der Ermittlerarbeit. In Bezug auf die Zuordnung auf den Fahrzeughersteller, –typ und den Herstellungszeitraum sei das Kriminaltechnische Institut beim Landeskriminalamt Baden Württemberg hilfreich.

Ob sich allerdings Spuren finden ließen, hänge von mehreren Faktoren ab: Wieviel Zeit ist nach dem Unfall bis zur Anzeigeerstattung verstrichen? Kann ein genauer Unfallort und ein genauer Beschädigungszeitraum angegeben werden? Das allerdings könne vor allem bei Unfällen an länger geparkten Fahrzeugen schwierig sein, merkt sie an. Nicht weniger wichtig seien in diesem Zusammenhang Hinweise von Zeugen auf den Flüchtigen und/oder das Fahrzeug sowie auf den Unfallhergang, betont sie.

Jede dritte Unfallflucht wird aufgeklärt

Jede dritte Unfallflucht könne auf diese Weise aufgeklärt werden, zieht Tatjana Wimmer Bilanz. Unter den 1966 Fällen im ersten Halbjahr hat die Polizei 658 Verursacher ausfindig gemacht. Warum es zu immer mehr Anzeigen kommt, ob Autofahrer rücksichtsloser werden, darüber kann die Polizeisprecherin nur spekulieren. Steigt die Zahl der Unfälle mit Fahrerflucht oder lediglich die der Fälle, die der Polizei gemeldet werden? „Eventuell könnte es mit einem veränderten Anzeigeverhalten zusammen hängen“, überlegt sie. Immer mehr Fahrzeuge seien geleast, finanziert oder würden geschäftlich genutzt. In den entsprechenden Verträgen sei nach Schäden eine polizeiliche Unfallaufnahme vorgeschrieben. Selbst bei kleinen Kratzern.

Rike Scheffler. Foto: Uwe Roth

Stadtschreiberin Rike Scheffler ist Wortkünstlerin

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 17.05.2018

Rike Scheffler ist die erste Stadtschreiberin in Ludwigsburg. Am Dienstag hat sie sich im Kunstzentrum Karlskaserne zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Während Schriftsteller oder Lyriker höchstens ein paar Bücher, vielleicht noch einen USB-Stick in eine Lesung mitbringen, ist sie vor zwei Wochen mit schwerem Gepäck aus Berlin angereist.

Ihr Equipment besteht aus Keyboard, Loopingmaschine, Stimmenharmonizer, Mischpult, zwei Mikrofonen, Lautsprechern und einem Verstärker. Das alles hat sie im Eingangsbereich der Kaserne aufgebaut.  So wie die 32-Jährige mit ihrer Technik jongliert, Regler dreht, Knöpfe drückt, erinnert sie eher an eine DJane als an eine Literatin. Das erklärt, warum die Veranstaltung nicht „Lesung“ genannt wird, sondern „Performance“.

Orchestrale Klangkulisse

Rike Scheffler ist zweifelsfrei eine Wortkünstlerin. Studiert hat sie Psychologie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. „Nie war die Neigung des Erdballs so herrlich“, lautet so ein Satz ihrer Poesie. Oder: „Wann traust du dich raus. Wann schlägt dein Denken in Handeln raus.“ Aber Scheffler ist ebenso Sängerin – und vor allem, sie beherrscht ihre Musikmaschinen exzellent. Loop bedeutet Schleife. Mit dem entsprechenden elektronischen Gerät funktioniert das so: Scheffler spricht oder singt eine Sequenz, die nur wenige Sekunden dauert und aufgezeichnet wird. Danach drückt sie die Starttaste, und die Sequenz geht in die Endlosschleife. Auf diesen Loop legt sie einen weiteren und manchmal noch einen zusätzlichen drauf. Das schafft eine Klangkulisse, die einem kleinen Orchester gleichkommt und zu der sie „live“ ein weiteres Klangelement setzt. Ihre Stimme verändert sie über den Harmonizer.

Diese klingt dann zum Beispiel mehrstimmig. Dazu mischt die Performancekünstlerin Hall und erinnert damit im Klangergebnis an den meditativen Gesang von Nonnen in einer Kathedrale. Ihre Loops kombiniert sie gelegentlich zu kleinen Hörspielen. Sie nennt ihre Stücke „Looppoems“.

Erste Stadtschreiberin

Vergangenen Oktober ist die Künstlerin als erste Stadtschreiberin von Ludwigsburg ausgewählt worden. Hintergrund ist, dass die Stadt in diesem Jahr die 35. Baden-Württembergischen Literaturtage austrägt. Die Entscheidung der Jury fiel gerade wegen ihrer ungewöhnlichen Darstellung auf die Berlinerin, um auch jüngere Menschen für die Literatur zu interessieren, die mit klassischen Gedichten wenig anfangen können.

Bezug zur Stadt

Rike Scheffler wohnt in der Künstlerwohnung in der Karlskaserne und bleibt für Recherchen bis Ende Juni in Ludwigsburg. Ihr Werk, das am 19. Oktober bei der „Langen Nacht der Poesie“ in der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg präsentiert wird, soll einen erkennbaren Bezug zur Stadt haben. Schließlich feiert Ludwigsburg in diesem Jahr 300 Jahre Stadtrecht.

Landrat Rainer Haas über den Dieselskandal: Fahrzeughersteller beherrschen die Regierung

Bietigheimer Zeitung Uwe Roth 07.03.2018

Landrat Rainer Haas ist auf die Automobilindustrie derzeit überhaupt nicht gut zu sprechen. Vor deren Lobbyisten, so warnte er am Montag die Kreistagsmitglieder im Ausschuss für Umwelt und Technik, müsse man sich als Kommunalpolitiker in Acht nehmen: „Die tun Ihnen was in den Tee“, sagte er sichtlich aufgebracht. Es soll heißen, die Fahrzeughersteller versuchten, mit ihren Argumenten in der Feinstaubdiskussion die Öffentlichkeit schlicht zu manipulieren.

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Der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim beim Neujahrsempfang der Ludwigsburger Kreis-Grünen im Staatsarchiv. Er sprach über Verständlichkeit in der Sprache. Foto: Uwe Roth

Frank Brettschneider: Alltagssprache statt Floskeln

Bietigheimer Zeitung Uwe Roth  09.02.2018

Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider sprach beim Neujahrsempfang des Grünen Landesverbands Ludwigsburg über die Verständlichkeit der Sprache. Von Uwe Roth

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