Behindertenhilfe: Träger fordern Geld für Dezentralisierung

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Staatsanzeiger Uwe Roth 08.12.2013

Kleine Wohneinheiten – dezentral in den Landkreisen verteilt. So sollen Menschen mit Behinderungen künftig untergebracht werden. Doch den Trägern fehlt das notwendige Geld zum Bau oder Kauf neuer Gebäude. Im Rems-Murr-Kreis haben sich zwei große Einrichtungen zu Wort gemeldet.

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An entscheidender Stelle bloß genuschelt

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Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, Uwe Roth, August 2013

Der grüne Bonde tritt schwarz gekleidet hinters Rednerpult. Zur Verkündung der Schöpfungsgeschichte seines Nationalparks macht der Naturschutzminister die Regierungsempore zur Kanzel. Pastoral schaut Bonde in die Parlamentarierrunde, blickt den Ungläubigen besonders ernst in die Augen, hebt die Arme und sagt: Die Gläubigen legen heute den Entwurf eines Gesetzes zur Gründung eines Nationalparks im Schwarzwald vor.

Bonde sagt nicht die Gläubigen, sondern Landesregierung, verkündet dann wörtlich, „wir tun das in der Überzeugung, damit einem wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten“. Es ist der Titel seiner Predigt, „Wichtiger Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung“.

Bonde kennt seine Schwarzwaldbauern, wohnt er doch in Baiersbronn. Der Fingerzeig auf die Schöpfung ist der ultimative Beweis, dass Regierung und die religiösen Bewohner der Waldregion an einem Glaubensstrang ziehen, die gleiche Bibel lesen und die Warnung verstehen: Sehet, wer gegen den Nationalpark ist, ist vom rechten Holzweg abgekommen und ein Sünder, weil er Gottes Schöpfung nicht gesetzlich bewahren will.

Bondes Predigt ist nicht in Stein gemeißelt, dafür auf Youtube im Internet archiviert. Wer nicht hören kann, nur sehen, der kann zum Bonde-Film die Untertitel zuschalten. Mit dem Begriff Schöpfung kann moderne Übersetzungstechnik wohl nichts anfangen. Sie untertitelt den entscheidenden Satz „… und zur Bewahrung das Shirt Funktion leichten.“ Vielleicht hat Bonde an entscheidender Stelle bloß genuschelt. Uwe Roth

Bei der Energiewende hakt es woanders

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Staatsanzeiger Uwe Roth, 12.04.2013

Es hat in der politischen Debatte etwas Laienhaftes, wenn das Gelingen der Energiewende bewusst eng mit der Entwicklung der Strompreise verknüpft wird. Die etwa 30 Cent je Kilowattstunde, die man derzeit dem Versorger bezahlt, sind zwei Jahre nach Start der Energiewende nicht das vordringlichste Problem.

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EU setzt auf die Unterstützung der Behörden vor Ort

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Staatsanzeiger Uwe Roth 07.12.2012

Über Landratsämter wird ein großer Teil der Mittel aus EU-Programmen verteilt. Die Institutionen der EU hoffen im Gegenzug auf Öffentlichkeitsarbeit über Sinn und Zweck der Subventionen. In den Pressestellen tut man sich schwer, diese Erwartung zu erfüllen. Auch für sie ist die EU schwer erklärbar.

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Kommunale Klimapolitik: „Städte brauchen eine stärkere Wahrnehmung“

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Staatsanzeiger Uwe Roth Juni 2012

Der Oberbürgermeister von Heidelberg, Eckart Würzner, ist Präsident des Städtenetzwerkes Energy Cities und in dieser Funktion Teilnehmer an der UN-Klimaschutzkonferenz Rio+20, die an diesem Freitag endet.

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Neue Politiksprache: Schwätzen in schriftlicher Form

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Staatsanzeiger Uwe Roth 12.04.2012

Stuttgart. Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) hat es politisch überlebt, Daniel Rousta nicht – eine unflätige Attacke auf einen anderen Politiker. Pofalla hatte seinen Parteifreund Wolfgang Bosbach angeschrien: „Ich kann Deine Scheiße nicht mehr hören.“

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