Ludwigsburg: Neuer ZOB in drei Jahren fertig

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Bietigheimer Zeitung 31.07.2017

Busbahnhof Die konkreten Planungen für den Umbau starten. Die Idee einer Seilbahn ist vom Tisch.


Ludwigsburg. Der neue zentrale Busbahnhof (ZOB) in Ludwigsburg geht in die konkrete Planung. Der Gemeinderat hat ohne Gegenstimmen beschlossen, die Planungsleistungen an eine Arbeitsgemeinschaft verschiedener Architekturbüros zu vergeben. Diese erhalten dafür eine Summe in Höhe von 510 000 Euro. Der neue ZOB soll in drei Jahren fertig sein. Die Ratsmitglieder wollten allerdings von der Verwaltung sichergestellt wissen, dass auch eine Niederflurbahn und ein Schnellbus unter die geplante Überdachung des ZOB passen, da dies nach der Ludwigsburger Doppelstrategie in der Nahverkehrsplanung zu einem späteren Zeitpunkt notwendig werde. Eine erste Begutachtung der Pläne hatte ergeben, dass es unter dem Dach eng werden könnte.

Die Grünen haben vorgeschlagen, bereits beim Bau für die Stadtbahn prophylaktisch eine Haltestelle anzulegen. Die Überdachung soll im Übrigen zu einem Blickfang werden und aus einer aufwendigen Holzkonstruktion bestehen.

Entwürfe für ZOB überarbeitet

Drei Planungsbüros konnten die Jury mit ihren Ideen überzeugen. Es sind „pesch partner architekten stadtplaner GmbH“ (Stuttgart), Brilon Bondzio Weiser GmbH (Bochum) und Knippers Helbig (Stuttgart). Die Sieger mussten ihre Entwürfe jedoch überarbeiten, „um die beste Lösung für den ZOB zu finden“, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

SPD-Fraktionsvorsitzende Margit Liepins zeigte sich angesichts der nach ihrer Meinung knappen Planungsfläche skeptisch, ob tatsächlich am Ende die Trasse für die Stadtbahn unterzubringen sei. „Die Planer können die Fläche schließlich nicht vergrößern“, gab sie zu bedenken.

Thema Seilbahn zum ZOB ist in Ludwigsburg vom Tisch

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Herrmann ist es wichtig, dass der ZOB „die zentrale Verkehrsdrehscheibe für alle bleibt“. Dazu gehöre eine freie Zufahrt zum Bahnhof für Taxen und Autos für die An- und Abreisenden. Insgesamt zeigte er sich zufrieden, „dass es endlich vorangeht“. Jochen Eisele von der FDP sah im Entwurf weiterhin „deutliche Schwächen“, war aber überzeugt, dass es angesichts der hohen Planungskosten „eine gute Sache werden muss“.

Oberbürgermeister Werner Spec wies in einer kurzen Bemerkung darauf hin, dass die Pläne für eine Seilbahn zwischen der Wüstenrot Württembergischen am südlichen Stadtrand und dem Bahnhof damit vom Tisch seien – schon aus Zeitgründen. Über eine weitere Unterführung der Bahngleise werde dagegen weiter nachgedacht. Die bislang einzige ist nach Ankunft einer S-Bahn meistens überfüllt. Uwe Roth

Siehe auch:

http://journalistroth.eu/stadt-ludwigsburg-baut-fahrradparkhaus/

http://journalistroth.eu/staatsarchiv-aus-der-innenstadt-an-den-bahnhof/

http://journalistroth.eu/ludwigsburg-gemeinderat-fuer-schnellbusse-und-niederflurbahn/

http://journalistroth.eu/stadtbahn-landkreis-ludwigsburg-stellt-foerderantraege/

http://journalistroth.eu/stadtbahn-ludwigsburg-es-wird-weiter-verhandelt/

http://journalistroth.eu/ludwigsburg-chance-fuer-die-stadtbahn/

http://journalistroth.eu/kreis-ludwigsburg-sieht-stadtbahn-vor-dem-aus/

http://journalistroth.eu/streit-um-stadtbahn-in-ludwigsburg-dem-landrat-reisst-der-geduldsfaden/