Gewa-Tower soll noch in diesem Jahr verkauft werden

SWP Uwe Roth 09.09.2017

Hochhäuser Gutachter findet kaum Mängel an Gebäude. Bei Cloud No. 7 verzögert sich derweil die Übergabe.

Stuttgart. Ausnahmsweise positive Nachrichten vom Gewa-Tower in Fellbach, dessen Rohbau seit zehn Monaten Wind und Wetter ausgesetzt ist: Der vorläufige Insolvenzverwalter hat nun bekannt gegeben, dass ein Tüv-Gutachten ergeben habe, „dass der Turm keine wesentlichen Mängel hat“. Er sei optimistisch, dass der Turm noch in diesem Jahr veräußert werde.

Weniger erfreuliche Nachrichten gibt es indes vom Cloud No. 7 in Stuttgart: Die Übergabe von Stuttgarts Luxus-Wohnturm verzögert sich – die Bauarbeiter hinken dem Zeitplan hinterher. Die behördliche Abnahme solle jedoch noch im September stattfinden, sagt eine Sprecherin der Cloud No. 7 GmbH. Danach solle sukzessive die Übergabe von Eigentumswohnungen, Business-Apartments und des Hotels stattfinden. Ursprünglich sollte das Hochhaus bereits 2016 eröffnet werden, wiederholt kam es zu Verzögerungen. Bei einem Projekt mit so vielen beteiligten Baufirmen sei das normal. Davon abgesehen gilt das Cloud No. 7 als Vorzeige-Wohnturm – das Gros der teuren Eigentumswohnungen war schnell verkauft.

Entscheidung steht noch aus

Entwurf Wettbewerbssieger Turm am Mailänder Platz Stuttgart, Büro RKW Architektur + Düsseldorf. Foto: Uwe Roth
Entwurf Wettbewerbssieger Turm am Mailänder Platz Stuttgart, Büro RKW Architektur + Düsseldorf. Foto: Uwe Roth

Gleich neben dem Cloud steckt ein anderes Hochhaus unterdessen noch in den Kinderschuhen. Im Turm am Mailänder Platz soll ebenfalls ein Hotel entstehen. Doch noch immer ist nicht entschieden, welcher Architektenentwurf für das 60 Meter hohe Gebäude tatsächlich realisiert wird. Nach der Ankündigung des Investors, der Strabag Real Estate, sollten im August die endgültigen Pläne bekannt gegeben werden. Aber die Entscheidung steht weiter aus. „Gegenwärtig sind noch nicht alle von der Jury aufgeworfenen Fragestellungen zu den Preisträgerentwürfen abschließend geklärt“, sagt ein Unternehmenssprecher.

Die Stadt besteht auf eine Fassadenbegrünung, wie dies im Siegerentwurf des Büros RKW Architektur (Düsseldorf) vorgeschlagen wird. Strabag dagegen favorisiert die Pläne des zweiten Preisträgers mhm architects (Wien), da dieser einen Dachgarten vorsieht, der günstiger im Unterhalt ist. Zudem ist bekannt geworden, dass der Vater eines mhm-Geschäftsführers enge Geschäftsbeziehungen zu Strabag unterhält. Auch darüber ist ein Streit mit der Stadt entstanden. Uwe Roth

Siehe auch:

Turm Mailänder Platz: Strabag irritiert die Stadt Stuttgart

Mailänder Platz Stuttgart: Hotelturm mit grüner Fassade

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