50 Jahre Kinderschutzbund Ludwigsburg

Print Friendly, PDF & Email

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 20.05.2019

Der 50. Geburtstag des Kinderschutzbundes ist am Samstagnachmittag in Ludwigsburg kindgerecht gefeiert worden. Zuerst hielten die Erwachsenen in einem kleineren Saal des Kulturzentrums ihre Jubiläumsansprachen unter sich. Anschließend trafen sich Alt und Jung im großen Veranstaltungssaal.

Continue reading „50 Jahre Kinderschutzbund Ludwigsburg“

Ludwigsburg: „Abgefahren – nachhaltig unterwegs“

Print Friendly, PDF & Email

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 29.04.2019

Das Interesse der Passanten an Zweirädern war am Samstagvormittag in Ludwigsburg definitiv größer als das an Vierrädern. Die zum Mobilitätstag entlang der Mathildenstraße präsentierten Elektroautos verschiedener Händler fanden allenfalls mäßiges Interesse.

Continue reading „Ludwigsburg: „Abgefahren – nachhaltig unterwegs““

Hotels: Leichter Anstieg bei Übernachtungszahlen

Print Friendly, PDF & Email

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 08.03.2019

Die Übernachtungszahlen 2018 in Ludwigsburg stiegen um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 342 479. Wie berichtet, waren es im Vorjahr 316 032. Doch wie sieht es in den umliegenden Kommunen aus? Die Übernachtungszahlen im 3B-Land sind im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Nach den Zahlen der Geschäftsstelle des Tourismusverbunds und des Statistischen Landesamts verzeichneten die Städte Bietigheim-Bissingen, Bönnigheim und Besigheim zusammen rund 125 000 Übernachtungen. 2017 waren es 122 450. Das entspricht einem Zuwachs von etwa zwei Prozent. Das Plus ist nach Auskunft der Geschäftsstelle 3B-Land im Wesentlichen Besigheim zu verdanken. Denn die Stadt hat die 15 Plätze für Wohnmobile in ihre Statistik aufgenommen. Damit kam Besigheim auf 22 500 Übernachtungen (2017: 18 700). Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent und einer Bettenauslastung von 36 Prozent. Aber auch in Bönnigheim lief das Geschäft mit Übernachtungsgästen bei einem Plus von 7,3 Prozent nicht schlecht: 16 700 Übernachtungen waren es 2017, rund 15 600 ein Jahr davor. Die Auslastung der Betten liegt bei knapp 40 Prozent, fast zwei Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017.

Fehlende Hotels

Eine solche Bilanz legte Bietigheim-Bissingen hingegen nicht vor. Laut der Statistik sank die Zahl der Übernachtungen um etwa drei Prozent – und zwar von 88 000 auf 85 500 innerhalb eines Jahres. Rathaussprecherin Anette Hochmuth führt diese Entwicklung auf fehlende Hotelangebote für Geschäftsreisende in der Stadt zurück. „Wir sind seit Längerem auf der Suche nach einem Investor für einen Hotelneubau. Das hat leider bisher noch nicht geklappt.“ Nachteilig für den Geschäftstourismus sei zudem, dass das Parkhotel, mit 60 Zimmern die größte Herberge der Stadt, kein Restaurant mehr habe.

Immerhin ein Drittel der Gäste kommen aus dem Ausland, sagt die Buchungsstatistik für Bietigheim-Bissingen. Es hat wesentlichen Anteil an den 41 Prozent bei der Bettenauslastung. „Die Doppelzimmer sind unter der Woche überwiegend von Einzelreisenden belegt“, erläutert Hochmuth. „Das ergibt de facto eine Auslastung von über 80 Prozent. Damit sind die Hotels nah an der Auslastungsgrenze.“. Weil es wochentags oftmals zu Engpässen komme, gingen die Buchungsanfragen eben in die Region. Ein Anzeichen dafür ist, dass die Bettenauslastung in Bietigheim-Bissingen innerhalb eines Jahres leicht um einen Prozentpunkt gesunken ist.

Großer Zuwachs im Kreis

Nach Angaben des Tourismusverbands Region Stuttgart wurde das Übernachtungsvolumen in der Region im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 3,6 Prozent gesteigert. Eine Ursache für die bislang beste Jahresbilanz ist die gute Konjunktur, die die Zahl der Geschäftsreisen auf hohem Niveau hält. Ein weiteres Indiz sind die internationale Messen und Ausstellungen, bei denen es zu Engpässen bei den Bettenkapazitäten kommen kann. Insgesamt stiegen die Übernachtungen ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahr stärker (5,7 Prozent) als bei den Gästen aus dem Inland. Zur Region gehören die Landkreise Böblingen, Göppingen, Esslingen, Rems-Murr und Ludwigsburg. Letzterer erzielte den prozentual größten Zuwachs (7,3 Prozent oder 1,09 Millionen Übernachtungen).

In Ludwigsburg konnte sogar ein Rekordjahr verzeichnet werden. In der Stadt gibt es 26 Hotels und Pensionen mit insgesamt 2147 Betten. „Der kräftige Übernachtungszuwachs ist umso bemerkenswerter, weil die zur Verfügung stehende Kapazität von 2147 Betten im Jahr 2018 nur knapp über dem Vorjahresniveau (2129) lag“, stellt Elmar Kunz, stellvertretender Geschäftsführer bei Tourismus & Events Ludwigsburg, fest. Der Anstieg der Übernachtungszahlen bescherte den Ludwigsburger Beherbergungsbetrieben ein Plus bei der Bettenauslastung: Diese lag mit 42,1 Prozent um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konnte mit 1,9 Tagen gegenüber dem Vorjahr gehalten und stabilisiert werden.

Erste Sitzung des Zweckverbands zum Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Ludwigsburg. Foto: Uwe Roth

Zweckverband Breitband nimmt im Landkreis Ludwigsburg Arbeit auf

Print Friendly, PDF & Email

Bietigheimer Zeitung, Uwe Roth, 04.03.2019

Oberbürgermeister aus dem Landkreis, Bürgermeister und Landrat Dr. Rainer Haas trafen sich jetzt zur ersten Versammlung des Zweckverbands Kreisband Ludwigsburg (KBL). Der KBL hat eine eigene Geschäftsstelle, die die Verlegung der Glasfaserkabel zwischen den Kommunen koordiniert.

Alle 39 Kreiskommunen sind Mitglied. Bietigheim-Bissingen ist es noch nicht offiziell. Der Gemeinderat der Stadt wird am 12. März voraussichtlich einem Beitritt zum Zweckverband zustimmen. Landrat Rainer Haas nannte es „eine tolle Sache, dass es gelungen ist, alle Kreiskommunen ins Boot zu holen“.

Seine Erleichterung hatte Gründe: Der Gründung des KBL gingen hinter den Kulissen zum Teil schwierige Verhandlungen voraus. Denn der große Partner beim Ausbau ist die Deutsche Telekom, die in den Rathäusern nicht immer als verlässlich bei der Umsetzung von Vereinbarungen gilt. Ludwigsburg und Kornwestheim haben darüber hinaus ihre eigenen Vorbehalte. Ihre gemeinsame Stadtwerke GmbH verfolgt ein eigenes Programm zum Glasfasernetzausbau. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim bieten schnelles Internet mit bis zu 500 Mbit pro Sekunde, Telefonie und Kabelfernsehen an. Sie sind somit direkte Wettbewerber zur Telekom, aber auch Unitymedia und Vodafone.

Gebündelte Breitbandinitiative in der Region Stuttgart

Der Breitbandausbau soll nicht nur im Landkreis, sondern in der gesamten Region beflügelt werden. Zu diesem Anlass sind auch in Stuttgart und den vier weiteren umliegenden Landkreisen entsprechende Zweckverbände entstanden. Bis Ende März wird auf regionaler Ebene die Gigabit Region Stuttgart GmbH gegründet mit dem Ziel, „als eine der ersten deutschen Regionen ein 5G-Mobilnetz“ zu erhalten. Außerdem soll das Mobilfunknetz verdichtet und beschleunigt werden. Insgesamt 179 Städte und Gemeinden in der Region mit rund 2,8 Millionen Menschen und etwa 140 000 Unternehmensstandorten sollen bis spätestens Ende 2030 ins Netz eingebunden werden. Vorrang bekommen Schulen und andere Bildungseinrichtungen.

Die großen Städte in der Region mit eigenen Stadtwerken wollten erst eigene Wege gehen und den Zweckverbänden fernzubleiben, um nicht in die Gefahr zu geraten, Anhängsel der Telekom zu werden, und um weiterhin eigene Ausbaupläne verfolgen zu können. Doch der Kommunikationskonzern ließ sich wohl auf Zugeständnisse ein. Noch am Mittwoch hatte Oberbürgermeister Werner Spec seinem Gemeinderat über die Vorbereitung einer Kooperationsrahmenvereinbarung mit der Telekom unterrichtet. Demnach wird die sich auf die Räume konzentrieren, die von den Stadtwerken nicht bearbeitet werden. In wenigen Wochen ist die Vereinbarung unterschriftsreif. Außerdem wurde der Stadt Ludwigsburg laut Spec ein „Gastsitz“ im Aufsichtsrat der Gigabit Region Stuttgart GmbH zugesagt.

Kooperationsabkommen mit der Deutschen Telekom

Mit der Absichtserklärung, dass sich Stadtwerke und Telekom nicht gegenseitig ins Gehege kommen, war für Ludwigsburg und Kornwestheim der Weg frei, noch vor der ersten Versammlung am Donnerstag Mitglied des Zweckverbands zu werden. Die Kommunalvertreter wählten in der Sitzung im Kreishaus Landrat Haas zum KBL-Verbandsvorsitzenden. Stellvertreter wurde Ditzingens Oberbürgermeister Michael Makurath. KBL-Geschäftsführer ist Victor Kostic.

Laut dem Breitbandatlas des Bundes sind im Landkreis Ludwigsburg noch einige Flächen mit einer schlechten Abdeckung. Dazu gehören besonders Sersheim, Hohenhaslach, westliche Teile von Bietigheim-Bissingen sowie der Süden von Sachsenheim und der Ortsteil Ochsenbach. Teile von Besigheim und Bönnigheim sind ebenfalls noch unterversorgt.